Viele Unternehmen stellen sich derzeit die Frage, ob Cloud Computing als Lösung für unternehmenskritische Systeme wie Digital Asset Management Systeme in Frage kommt. Der Begriff Cloud Computing ist mittlerweile allgegenwärtig, die zunehmende Beliebtheit unbestritten. Dennoch gibt es gute Gründe, zu hinterfragen, ob die Wolke derzeit der richtige Weg ist.
Wie Reuters U.S. berichtet, zeigt sich die EU um den Schutz persönlicher Daten besorgter als die USA. Angesichts der Aktivitäten von Facebook, Microsoft und Google wird die Diskussion um die Datenschutzproblematik in Europa immer lauter. Wie von der zuständigen EU-Justizkommissarin angekündigt, soll die bestehende EU-Datenschutzrichtlinie aus dem Jahr 1995 überprüft werden. Dann wird auch sicherlich genauer definiert werden, was mit Cloud-basierten Daten gemacht werden darf und was nicht. Eine neue Regelung ist im Laufe des nächsten Jahres zu erwarten. Bis dahin heißt es für viele IT-Planer, die nicht in eine ungewisse Zukunft planen wollen, abwarten.
„Die Frage ist nicht, ob Cloud Computing überhaupt mit den gesetzlichen Regelungen in Europa vereinbar ist. Es gibt Cloud Computing ja bereits in Europa.”, so Canto CEO Ulrich Knocke. „Es geht hier viel mehr um die Frage, welche juristischen und technischen Hürden ein Unternehmen in Zukunft nehmen muss, um die Cloud-basierten Systeme nutzen zu können, die es jetzt bereits nutzt.”
Auch in den USA sind die Datenschutzbedenken aus Europa angekommen. In einem Artikel der New York Times (Cloud Computing Hits Snag in Europe) heißt es, in Europa sei die rechtliche Definition, was persönliche Daten sind, viel umfassender als in den USA und beinhalte auch Informationen wie zum Beispiel Namen, Adressen und Telefonnummern.”
Was bedeutet das fürs Digital Asset Management?
„Es gibt keine Einschränkungen für die Art von Metadaten, die eine Datei enthalten kann.”, so David Diamond, Marketing Director von Canto. „Allein die Metadatenstandards ITPC und XMP unterstützen Daten, die nach diesen Definitionen bereits als Verstoß gegen den Datenschutz gesehen werden könnten.”
Auch Knocke stimmt dem zu: „Letztendlich wäre das ganze Konzept der ,Wolke‘ in Gefahr, wenn man berücksichtigen müsste, an welchem Ort seine Daten gespeichert werden und wo sich die Nutzer befinden.“
In den USA gibt es derzeit keine vergleichbaren Hindernisse für Cloud Computing. Diamond ist jedoch der Meinung, dass die Aktivitäten in Europa diejenigen alarmieren sollten, die nahezu „berauscht“ sind von den Möglichkeiten Cloud-basierter Lösungen.
„Der größte Vorteil heutiger Cloud-basierter Systeme ist der Zugriff von überall.“, so Diamond. „Cumulus bietet einen solchen Zugriff bereits seit Jahren, auf sichere Art und Weise und unter Einhaltung der gesetzlichen Regelungen aller Regionen, in denen Cumulus vertrieben wird. Für Kunden von Canto Cumulus wird es 2011 daher keine Überraschungen in Form von gesetzlichen Regelungen geben.“


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