Fast so gut wie eine Miniatur
Für viele Dateiformate kann Cumulus automatisch Miniaturen erzeugen. So können Sie in Cumulus die Miniaturen von katalogisierten Dateien sehen, obwohl diese nicht in den Dateien eingebettet waren. Eine beeindruckende Funktion, die zwar nicht bei allen Dateiformaten möglich ist – aber auch nicht bei allen Dateiformaten sinnvoll ist (z. B. bei nicht-visuellen Formaten wie Audiodateien).
Für Dateien, die keine eigene Miniatur enthalten (und für die Cumulus keine Miniatur erzeugen kann), verwendet Cumulus die Symbole, die das Betriebssystem verwendet. Bei Dateiformaten, für die Ihr Computer über kein spezielles* Symbol verfügt, wird ein nichtssagendes Anwendungssymbol verwendet. Kein schöner Anblick…
Vielleicht gefallen Ihnen auch die Standardsymbole einer Anwendung nicht und Sie möchten eigene Symbole für die Darstellung Ihrer Asset-Datensätze festlegen.
Ein weitere wichtiger Punkt ist die Konsistenz: Wenn Ihr bevorzugter Internet-Browser zum Beispiel Firefox ist, werden alle von Ihnen katalogisierten HTML-Dateien mit dem Firefox-Symbol angezeigt. Ein Kollege von Ihnen arbeitet jedoch vielleicht lieber mit dem Internet Explorer und so werden alle von ihm katalogisierten HTML-Dateien mit dem Symbol dieses Browsers dargestellt. Das Ergebnis ist ein Katalog, in dem gleiche Dateiformate mit verschiedenen Symbolen angezeigt werden. Das sieht nicht schön aus und ist vor allem irritierend!
All dies können Sie jedoch leicht umgehen: Sie informieren Cumulus im Voraus über die betroffenen Dateiformate und legen fest, welche Bilder verwendet werden sollen, so dass Cumulus beim Katalogisieren von Dateien die von Ihnen festgelegten Bilder als Miniaturen verwendet.
Hierfür sind nur zwei Schritte erforderlich:
- Sie bereiten die Bilder vor, die verwendet werden sollen, und
- Sie konfigurieren ein Cumulus Asset-Handling-Set, das diese Bilder verwendet.
HINWEIS: Dieser Power-Tipp ist für jeden Anwender von Nutzen. Einen besonderen Vorteil bietet er jedoch Unternehmen, die mit dem Internet Client Pro arbeiten, da Cumulus nicht mit dem Computer kommunizieren kann, von dem aus die Dateien katalogisiert werden, und somit nicht in der Lage ist, entsprechende Dateisymbole zu erhalten. Aus diesem Grund zeigen die Miniaturen von Dateien, die über den Internet Client Pro katalogisiert wurden, oft nur die Anwendungssymbole an.
Bilder vorbereiten
Die Bilder, die Sie verwenden möchten, müssen im JPEG-Format sein, können jedoch in nahezu beliebiger Größe sein (solange ein vernünftiges Maß eingehalten wird). Beispiele für Bilder, die sich als benutzerdefinierte Symbole eignen, sind:
- die Dateisymbole, die von Mac OS X oder Windows Vista bereitgestellt werden,
- ein Logo oder eine Grafik, die das Dateiformat repräsentiert, oder
- benutzerdefinierte Symbole kommerzieller oder kostenloser Internet-Anbieter.
Hinweise zur auswahl der Bilder
Seitenverhältnis Das Seitenverhältnis der verwendeten Bilder sollte möglichst 1:1 sein, sodass das Bild in den quadratischen Miniaturbereich von Cumulus passt. Sehr breite Querformatbilder oder extrem hohe Hochformatbilder sind weniger gut geeignet, da sie den zur Verfügung stehenden quadratischen Miniaturenbereich nicht optimal ausnutzen.
Bildgröße Bereiten Sie die Bilder in der größten Größe auf, in der sie in Ihren Katalogen angezeigt werden sollen, und speichern Sie sie in dieser Größe. Bedenken Sie jedoch, dass die tatsächliche Größe der in Ihren Katalogen gespeicherten Miniaturen durch das Asset-Handling-Set bestimmt wird, das für das Katalogisieren verwendet wird. Wenn Sie Ihre benutzerdefinierten Miniaturbilder auf große Miniaturen ausrichten, jedoch ein Asset-Handling-Set verwenden, das Miniaturen in kleinerer Größe erstellt, werden Ihre benutzer-definierten Miniaturen in dieser kleineren Größe gespeichert. Bedenken Sie außerdem, dass die tatsächliche Anzeigegröße der Miniaturen über die Benutzereinstellungen definierbar ist.
Bildinhalt Stellen Sie sicher, dass Ihre benutzerdefinierten Miniaturbilder sich für alle Dateien eines bestimmten Formats eignen und nicht nur einzelne Assets repräsentieren. Und Sie sollten darauf achten, dass Ihre Miniaturbilder nicht zu sehr einzelnen Assets ähneln, denn sonst könnten sie von anderen Benutzern fälschlicherweise für Kopien dieser Assets gehalten werden.
Cumulus konfigurieren
In Cumulus müssen Sie für jedes Dateiformat, dessen Symbol sie ändern möchten, einen neuen „generischen“ Filter erstellen. (Um die folgenden Schritte auszuführen, müssen Sie berechtigt sein, Asset-Handling-Sets zu verwalten.)
Es empfiehlt sich für Testzwecke zuerst mit einer Kopie eines Asset-Handling-Sets zu arbeiten. Und an dieser Stelle beginnen wir:
- (Abbildung 1) Öffnen Sie für einen Ihrer Kataloge das Fenster Einstellungen und erstellen eine Kopie des Standard-Sets. Diese Kopie verwenden Sie für alle folgenden Schritte dieses Power-Tipps.
- (Abbildung 2) Klicken Sie als Nächstes auf den Bereich Module und in diesem Bereich auf das Symbol Filtermodule. Markieren Sie in der Liste der angezeigten Filtermodule den Generischen Filter und klicken auf Eigenschaften.
ABBILDUNG 2 In dem Dialog „Generic Filter-Einstellungen“ können Sie neue, benutzerdefinierte Filter erstellen, die die von Ihnen gewünschten Bilder als Miniaturen verwenden. Um mehrere neue Filter zu erstellen, öffnen Sie die Einstellungen des Moduls jedes Mal neu. Wenn Sie auf OK klicken, wird ein Filter gespeichert. - (Abbildung 2) Es öffnet sich der Dialog Generic Filter-Einstellungen. Geben Sie hier die Dateiendung für das Dateiformat und einen passenden Namen ein.
- (Abbildung 2) Klicken Sie als Nächstes auf die Option Eigene Miniatur und navigieren über Durchsuchen zu dem Bild, das Sie als Miniatur für das Format verwenden möchten. Klicken Sie auf Datei öffnen anschließend auf OK.
- (Abbildung 3) Klicken Sie auf den Bereich Asset-Formate, um eine Liste der Filter zu sehen, die das Asset-Handling-Set verwendet. Die von Ihnen erstellten neuen Filter stehen ganz unten in der Liste. Sie müssen jedoch am Anfang der Liste stehen.
- (Abbildung 3) Markieren Sie hierzu den/die neu erstellten Filter und klicken auf die in Abbildung 3 gezeigte Schaltfläche, um sie an den Anfang der Liste zu stellen. Klicken Sie auf Übernehmen, um Ihre Änderungen zu speichern.
ABBILDUNG 1 Erstellen Sie für diesen Power-Tipp eine Kopie des Standard-Asset-Handling-Sets. Lassen Sie die Mitbenutzung des Sets nur zu, wenn auch andere das Set sehen können sollen. Bearbeiten Sie die Asset-Handling-Sets für Ihre Produktion erst, nachdem Sie Änderungen getestet haben und die Ergebnisse Ihren Vorstellungen entsprechen.HINWEIS: Ihre Benutzereinstellungen müssen so konfiguriert sein, dass dieses Set standardmäßig verwendet wird oder Sie es beim Katalogisieren auswählen können. Ist dies nicht der Fall, werden die von Ihnen vorgenommenen Veränderungen nicht ausgeführt.
HINWEIS: Sie können in dem Dialog den 4-stelligen Mac OS Dateityp eingeben, wenn Sie ihn kennen. Von Vorteil ist dies jedoch nur, wenn Sie Mac-Dateien, die Dateiendung hat, katalogisieren und Ihr Cumulus Server auf Mac OS X läuft.
Sie haben jetzt einen neuen Filter für das von Ihnen anhand der Dateiendung bestimmte Dateiformat erstellt. Wiederholen Sie diese Schritte beliebig oft, um für weitere Dateiformate neue Filter zu erstellen.
ABBILDUNG 3 Neue hinzugefügte Filter werden unten in die Filter-Liste eingetragen. Über die markierte Schaltfläche können sie an den Anfang der Liste gesetzt werden. Dateiendung oder Bild eines benutzerdefinierten Filters können zu einem späteren Zeitpunkt über den Dialog Eigenschaften beliebig geändert werdenUnd schon fertig! Wenn Sie das nächste Mal ein Asset eines Dateiformats katalogisieren, das Sie konfiguriert haben, verwendet Cumulus das von Ihnen ausgewählte Bild als Miniatur und die Metadaten des Assets enthalten den von Ihnen eingegebenen Namen als Dateiformat. (Abbildung 4)
Wieso ist die Reihenfolge der Filter wichtig?
Wenn eine Datei in Cumulus katalogisiert wird, „durchläuft“ sie in numerischer Reihenfolge die Liste der aktiven Filter und Cumulus prüft in dieser Reihenfolge, ob die einzelnen Filter etwas mit dem Dateityp „anfangen“ können. Wenn ein Filter mit dem Dateityp arbeiten kann, tut er dies und reicht dann die Datei weiter an den nächsten Filter in der Liste. Wenn ein Filter nichts mit einem Dateityp anfangen kann, reicht er die Datei sofort weiter an den nächsten Filter.
Wenn eine Datei bei einem Filter ankommt, prüft der Filter, ob das, was er für die Datei ausführen kann, bereits ausgeführt worden ist. Wenn zum Beispiel Filter 2 eine Miniatur erzeugen kann, dies jedoch bereits von Filter 1 übernommen wurde, lässt Filter 2 diesen Schritt aus.
In unserem Fall möchten wir, dass Cumulus Miniatur und Dateityp verwendet, die wir in unserem benutzerdefinierten Filter festgelegt haben. Dadurch, dass wir den Filter an den Anfang der Liste setzen, stellen wir sicher, dass kein anderer Filter unsere Einstellungen überschreibt.
In Abbildung 4 sehen Sie, dass die dort abgebildeten WAV-Dateien durch die Miniatur eines benutzerdefinierten Filters dargestellt sind. Diese Miniatur ist verwendet worden, weil der entsprechende benutzerdefinierte Filter in der Liste vor dem von Cumulus Standard-WAV-Filter (Audio) steht, der für diese Dateien das Symbol des Betriebssystems verwendet. Da dieser benutzerdefinierte Filter jedoch keine Metadaten aus den Assets ausliest, sorgt der „echte“ WAV-Filter dafür, dass alle für WAV-Dateien relevanten Metadaten, vorausgesetzt, sie sind in dem Assets enthalten, ausgelesen werden.
Der Power-Tipp dieses Monats gilt für alle Editionen ab Cumulus 7.0.


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