Nein, Sie sind nicht auf einer Hacker-Website gelandet, auf der Sie einen Crack erhalten, mit dem Sie Ihren Cumulus Server illegal in ein Piraten-Asset-Management-Programm mit unbegrenzten Möglichkeiten verwandeln können! Ganz im Gegenteil, der Power-Tipp dieses Monats ist selbstverständlich legal und wird Ihnen mal wieder bestätigen, dass Sie mit Cumulus die richtige Wahl getroffen haben.
Für diejenigen, die sich nicht mit Lizenzierungsmodellen auskennen, vorab eine kurze Vorstellung der zwei wichtigsten Modelle für Client-/Server-Systeme wie Cumulus:
- Personalisierte Lizenzen : Bei diesem Modell ist jede erworbene Lizenz dauerhaft an einen bestimmten Benutzer gebunden. Beispiele für dieses Lizenzierungsmodell sind Website-basierte Dienste wie Salesforce.com.
- Concurrent-Lizenzen : Cumulus basiert auf dem Modell der Concurrent-Lizenzen (auch Floating-Lizenzen genannt). Mit dem Erwerb eines Cumulus Servers erwerben Sie eine bestimmte Anzahl an Concurrent-Lizenzen. Bei zehn erworbenen Concurrent-Lizenzen können zum Beispiel zehn Benutzer gleichzeitig mit dem Server verbunden sein.
Auch wenn die Vorteile des von Cumulus eingesetzten Modells der Concurrent-Lizenzen nicht unbedingt auf den ersten Blick ersichtlich sind, sind sie jedoch von wesentlichem Nutzen. Concurrent-Lizenzen berechtigen Sie dazu, beliebig viele* Benutzerkonten auf jedem Cumulus Server einzurichten. Die Anzahl der erworbenen Lizenzen bestimmt lediglich, wie viele Benutzer sich gleichzeitig anmelden können. Sie begrenzt jedoch nicht die Anzahl der Benutzerkonten, die auf einem Cumulus Server eingerichtet werden können.
Die Liste an Vorteilen des Cumulus Lizenzierungsmodells ist lang. Lernen Sie im Folgenden einige ausgewählte Beispiele kennen.
Benutzerkonto-Vorlagen
Jeder Cumulus Administrator, der schon einmal mehr als ein Benutzerkonto eingerichtet hat, wird sich sicherlich gefragt haben, ob man den Vorgang der Konto-Einrichtung vereinfachen bzw. beschleunigen kann.
Die Antwort lautet Ja, und zwar auf die folgende Weise:
- Erstellen Sie ein neues Benutzerkonto und konfigurieren Sie es mit allen Rechten, die neue Benutzer typischerweise erhalten sollen.
- Geben Sie dem neuen Benutzerkonto einen Namen wie zum Beispiel „Designer (Vorlage)“.
- Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt ein neues Benutzerkonto für einen Designer erstellen möchten, wählen Sie einfach das Konto „Designer (Vorlage)“ aus und erstellen eine Kopie davon.
Erstellen Sie so viele Vorlagen wie Sie benötigen. Auf diese Weise können Sie den jeweiligen Zeitaufwand für das Erstellen eines neuen Benutzerkontos durch das Verwenden einer entsprechende Vorlage wesentlich reduzieren. Das Verwenden von Benutzerkonto-Vorlagen hat außerdem den Vorteil, dass Sie sicher gehen können, dem neuen Benutzer die richtigen Rechte zuzuweisen und kein benötigtes Recht zu vergessen.
Das Verwenden einer Vorlage vereinfacht das Erstellen eines neuen Benutzerkontos. In der obengezeigten Abbildung wird das Benutzerkonto „Editor (Vorlage)“ für einen neuen Benutzer dupliziert.
Der neue Benutzer erhält unmittelbar alle Rechte der Benutzerkonto-Vorlage, ohne dass der Cumulus
Administrator weitere Konfigurationen vornehmen muss.
Ein Benutzer, verschiedene Konten
Wenn Sie zum Beispiel Cumulus Administrator und zugleich auch Benutzer des Systems sind, ist es durchaus vorteilhaft, zwei verschiedene Konten zu haben. Und das aus folgenden Gründen:
Über Ihr Administrator-Konto haben Sie uneingeschränkten Zugriff auf das ganze System. Ein solcher uneingeschränkter Zugriff ist jedoch nicht immer der am besten geeignete Zugriff. Ein Beispiel hierfür: Als Cumulus Administrator haben Sie Zugang zu Datensatz-Ansichten-Sets auf Ihrem Cumulus Server, die Sie für administrative Zwecke erstellt haben. Wenn Sie das Cumulus System jedoch nicht als Administrator sondern als Benutzer verwenden, stören diese zusätzlichen Datensatz-Ansichten-Sets eher. Wenn Sie jedoch als Administrator angemeldet sind, besteht zudem die Gefahr, dass Sie in der Hektik des täglichen Produktionsablaufs mit Ihren Administrator-Rechten versehentlich Dinge löschen, die gar nicht gelöscht werden sollten.
Das Einrichten eines separaten Cumulus-Benutzerkontos für Ihr Tagesgeschäft schützt Sie davor, versehentlich Dinge zu löschen, und bietet Ihnen eine übersichtliche Arbeitsumgebung, in dem Sie den Zugang zu Dingen, die nicht von Ihnen benötigt werden, von vornerein einschränken.
Wenn sich ein Benutzer als Cumulus Administrator einloggt, kann er alle auf dem Server vorhandenenAnsichten-Sets einsehen (Abbildung links). Wenn sich derselbe Benutzer über ein anderes
Benutzerkonto einloggt, sieht er nur die Datensatz-Ansichten-Sets, die für sein Tagesgeschäft benötigt
werden (Abbildung rechts). Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der über das Benutzerkonto in der
Abbildung rechts angemeldete Benutzer gar nicht erst in der Lage ist, Datensätze oder Kategorien
versehentlich zu löschen – eine zusätzliche Sicherheit für Ihre Produktion.
„Phantom“-Konten für schnelleren und einfacheren Support
Der Cumulus Administrator ist die erste Anlaufstelle, wenn ein Benutzer nicht auf eine benötigte Datei zugreifen kann. Man erhält einen Anruf und hört den Benutzer sagen: „Cumulus lässt mich nicht mehr auf Datei XY zugreifen. Ich brauche Hilfe.“
Als Support-Spezialist wissen Sie, dass das Problem zunächst nachgestellt werden muss. Beste und einfachste Gelegenheit, dies zu tun, ist eine Kopie des Benutzerkontos zu erstellen und sich über die Kopie einzuloggen, um genau das zu sehen, was der betroffene Benutzer sieht bzw. nicht sieht. Auf diese Weise können Sie schnell feststellen, ob tatsächlich ein Problem besteht, und falls Sie daraufhin Rechteänderungen vornehmen müssen, können Sie diese auf der Kopie des Benutzerkontos testen und müssen nicht auf dem tatsächlichen aktiven Konto des betroffenen Benutzers herumexperimentieren.
Wenn das Problem behoben ist, kann das Phantom-Konto einfach wieder gelöscht werden.
Wenn Enterprise LDAP nicht genug ist
Mit Cumulus Enterprise können Unternehmen ihr Cumulus System mit bereits verwendeten LDAP-Systemen verknüpfen, um dort vorhandene Benutzerkonten einzubinden. Der Vorteil liegt darin, dass Sie auf dem Cumulus Server keine doppelten Konten erzeugen müssen (Cumulus verwendet dieselben Konten wie der LDAP Server). Es gibt jedoch Situationen, in denen neue Konten erstellt werden müssen, die nicht auf dem LDAP Server vorhanden sind, zum Beispiel für Mitarbeiter mit zeitlich befristeten Verträgen, die nur vorübergehend bei Ihnen beschäftigt sind.
Auch wenn Cumulus Enterprise Benutzerkontoinformationen vom einem LDAP Server bezieht, ist es natürlich gar kein Problem, Konten zu verwenden, die direkt auf dem Cumulus Server erstellt werden. Anhand einer Vorlage können Sie in kürzester Zeit neue Benutzerkonten für Mitarbeiter erstellen, die nur vorübergehend in Ihrem Unternehmen beschäftigt sind, ohne dass Sie dazu auf dem LDAP Server bestimmte Einstellungen vornehmen müssen und ohne die Gefahr, falsche Rechte zu vergeben, wenn Sie jedes neue Konto von Grund auf neu einrichten müssten.
Der Power-Tipp dieses Monats gilt für alle Cumulus Editionen ab Version 7.0.
* Die ganze Welt? Lassen Sie sich die Dimensionen anhand einiger konkreter Zahlen veranschaulichen: Die Datei, die die Informationen zu den Cumulus Benutzerkonten speichert, ist auf eine Größe von 4 Gigabyte begrenzt. Dies ist jedoch die einzige zahlenmäßige Einschränkung. Es gibt keine Begrenzung der Anzahl an Benutzerkonten, die auf einem einzigen Cumulus Server erstellt werden können. Einer unserer Kunden arbeitet zum Beispiel mit einen Cumulus Server mit über 11.000 Benutzerkonten. Die Datei mit den entsprechenden Kontoinformationen ist dabei nur 45 Megabyte groß, gerade mal ein bisschen mehr als 1% der maximalen Dateigröße.


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